Einblicke in den Praxisalltag

18 Medizinstudenten waren zu Gast im Gesundheitszentrum Alte Schule in Halberstadt. Die Vorsitzende des Medinetz Harz e.V., Dr. Carola Janschinski, informierte unter anderem über die Grundlagen der Herzinsuffizienz. Das Magazin PRO der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Annhalt berichtete in der Ausgabe 12/2018 über den Besuch und die Möglichkeit für Studenten, Einblicke in den Praxisalltag zu gewinnen.

 

Der PRO-Beitrag aus der Ausgabe 12/2018:

 

Studierenden wurden

Einblicke in Praxisalltag gewährt

Im Medizinstudium haben Studierende insbesondere in den ersten zwei Studienjahren kaum Möglichkeiten, Informationen über die ambulante Versorgung zu erhalten. Gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten, dem Förderverein Allgemeinmedizin Sachsen-Anhalt e.V. und dem Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration werden deshalb für Studierende Möglichkeiten angeboten, Einblicke in die ambulante Versorgung zu erhalten und mit niedergelassenen Ärzten ins Gespräch zu kommen.

Im Rahmen des Faches Berufsfelderkundung wurden bereits für Studierende des ersten Studienjahres Angebote unterbreitet. Fachlicher ging es beim Workshop „Zuckersüß oder bittere Diagnose – Behandlung von Diabetes-Patienten in einer Schwerpunktpraxis“ zu, den insbesondere Studierende des fünften Studienjahres besucht haben.

 

 

Grundlagen der Herzinsuffizienz: Dr. Carola Janschinski referiert vor Studenten der Uni Magdeburg im Gesundheitszentrum Alte Schule in Halberstadt. Foto: PRO
Grundlagen der Herzinsuffizienz: Dr. Carola Janschinski referiert vor Studenten der Uni Magdeburg im Gesundheitszentrum Alte Schule in Halberstadt. Foto: PRO

 

Berufsfelderkundung in Halberstadt: Sektorenübergreifende Versorgung

Mit 18 Medizinstudierenden des ersten Studienjahres der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg war die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) zu Gast im Gesundheitszentrum Alte Schule in Halberstadt. Die Kardiologin, Dr. med. Carola Janschinski, informierte über Grundlagen der Herzinsuffizienz. Im Anschluss daran führten die Studierenden mit herzinsuffizienten Patienten selbstständig Interviews zur sektorenübergreifenden Versorgung im Rahmen ihres Krankheitsgeschehens durch.

 

Berufsfelderkundung in Stendal: Karrieren in der Medizin

Welche Karrieremöglichkeiten gibt es in der Medizin? Wie ist der Klinikalltag eines Chefarztes? Wie kann man die Facharztweiterbildung strukturieren? Welche Vorteile bietet die eigene Niederlassung? Diese und viele weitere Fragen der Medizinstudierenden wurden in Interviews durch vier Ärzte der Region beantwortet. Ziel war, dass die Studierenden des ersten Semesters Einblicke in die ambulante und stationäre Versorgung erhalten und sich ein Bild von den unterschiedlichen Arbeitsweisen und -zeiten sowie der sektorenübergreifenden Versorgung verschaffen konnten. Dr. med. Jörg Böhme, Facharzt für Allgemeinmedizin aus Stendal, hatte diese Veranstaltung zum zweiten Mal mitorganisiert und stand auch als Interviewpartner zur Verfügung.

 

Diabetes-Workshop „Zuckersüß oder bittere Diagnose“

Behandlung von Diabetes-Patienten in einer Schwerpunktpraxis

Dr. med. Karsten Milek referierte sehr anschaulich zu den Ursachen der Diabetes-Erkrankung und Behandlungsoptionen. Als Inhaber einer Diabetologischen Schwerpunktpraxis konnte Dr. Milek mit vielen praxisrelevanten Beispielen bei den Studierenden punkten. Zur Verdeutlichung haben die Teilnehmer den eigenen Blutzucker während der Veranstaltung gemessen.

Die KVSA wird Workshops zu weiteren medizinischen Themen anbieten. Die Medizinstudierenden äußerten jedoch auch Fortbildungswünsche zu strukturellen/organisatorischen Themen wie Arzt-Patienten-Kommunikation, Zulassungs- und Anstellungsmöglichkeiten und Möglichkeiten einer Praxisübernahme. Zu den letztgenannten Themen finden jährlich in Halle und Magdeburg für Studierende Informationsabende statt.

 

Informationsabend für Medizinstudierende in Halle

Zum Informationsabend bot die KVSA gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten und einer Ärztin in Weiterbildung einen Workshop zu allen Aspekten rund um den Zugang zur vertragsärztlichen Tätigkeit an:

• die KVSA informierte über Wissenswertes in der ambulanten Versorgung (Zulassung, Kooperationsmöglichkei- ten, Unterstützungsmöglichkeiten, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, usw.)

• eine Ärztin in Weiterbildung berichtete über ihre Erfahrungen

• niedergelassene Ärzte verschiedener Fachrichtungen und Tätigkeitsformen (Einzelpraxis vs. MVZ-Anstellung) boten Einblicke in ihren Praxisalltag.

Während des Workshops und im Anschluss nutzten die Studierenden die

Gelegenheit, sich mit Kommilitonen und den Ärzten auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Sie stellten ihre individuellen Fragen zur ambulanten ärztlichen Tätigkeit.

An dieser Stelle sei ein herzliches Dankeschön an die Ärzte in Weiterbildung und ambulant tätigen Ärzte ausgesprochen, die die Studierenden von ihren Erfahrungen profitieren lassen und die KVSA bei den Veranstaltungen unterstützen.

Sie haben Fragen oder wünschen weitere Informationen? Gern können Sie sich an unsere Studierendenberaterin Christin Richter telefonisch unter 0391 627-6446 oder per Mail an Studium@kvsa.de wenden.